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// Pillar 1 · Pain-Math · 3. Juni 2026

72 % zu viel zu tun — was die Bitkom-Handwerksstudie 2025 für SHK wirklich sagt.

Die Bitkom-Handwerksstudie 2025 (n=504, CATI ±4 %) zeigt einen dramatischen Stimmungs-Shift: Digitalisierung als existenzsichernd ist seit 2022 von 55 % auf 32 % gefallen — minus 23 Prozentpunkte. Gleichzeitig sind nur 4 % der Handwerksbetriebe aktiv mit KI. Wir lesen die wichtigsten Zahlen und sagen was sie für SHK heißen.

Die Top-Zahl: 72 %

72 % der Handwerksbetriebe sagen, sie haben schlicht zu viel zu tun, um sich mit Digitalisierung zu beschäftigen. Das ist die meistzitierte Zahl der ganzen Studie — und auch die ehrlichste.

Es geht nicht um Skepsis. Nicht um Angst vor KI. Es geht um: Tagesgeschäft frisst Bandbreite. Wenn die Heizung beim Kunden in Kempten ausfällt, ist „bessere Termin-Koordination" als Projekt nicht in der gleichen Liga wie die Notdienst-Fahrt.

Konsequenz: jede Lösung, die mehr als 2 Wochen Onboarding fordert, verliert. Jede Beratung, die mit „Strategy-Workshop" anfängt, verliert.

Der Stimmungs-Shift: 55 % → 32 %

2022: 55 % der Handwerker sahen Digitalisierung als existenzsichernd für ihren Betrieb.

2025: nur noch 32 %.

Minus 23 Prozentpunkte in drei Jahren. Das ist nicht „etwas weniger Enthusiasmus" — das ist ein Vertrauens-Crash.

Warum? Hypothese aus Discovery-Calls und Forum-Mining: die Branche wurde 2020-2022 mit „digitaler Transformation"-Versprechen überschwemmt, hat probiert, ist in 6-Wochen-Abbrüchen abgesoffen. Jetzt ist die Geduld weg. Wer „KI" sagt, kriegt erstmal einen skeptischen Blick.

Für uns als Anbieter heißt das: weniger versprechen, mehr zeigen. Konkret abrechnen, konkret messbar machen, ehrlich sagen was geht und was nicht.

Die Kunden-Erwartung: 85/89/87 %

Bitkom 2025 misst auch was Kunden vom Handwerk erwarten — und das ist die andere Seite des Stimmungs-Shifts:

  • 85 % erwarten ständige Erreichbarkeit. Nicht „auch außerhalb der Geschäftszeiten" — sondern ständige.
  • 89 % wollen individuelle Angebote. Standard- Pakete sind out, Personalisierung ist Branchenstandard.
  • 87 % sind preissensibler geworden. Auftrag geht öfter zum Schnellsten, nicht zum Teuersten.

Übersetzt: die Erwartungs-Latte ist gestiegen, gleichzeitig ist die Kapazität auf Anbieter-Seite gesunken. Genau die Lücke, die Automatisierung füllen kann.

Personal-Sorge: 75 % Fachkräfte, 83 % Azubis

Die größte Sorge im deutschen Handwerk 2025: Personal.

  • 75 % kämpfen mit Fachkräftemangel.
  • 83 % haben Azubi-Mangel.

Konsequenz: Bürokraft-Recruitment ist keine kurzfristige Lösung für Bürokram-Schichten mehr. Statt nach mehr Personal zu suchen, muss vorhandenes Personal effizienter werden. Genau hier setzen Workflow-Automatisierung und KI-Assistenz an.

Die KI-Adoption: 4 % aktiv, 96 % Lücke

Nur 4 % der Handwerksbetriebe nutzen aktuell KI. Das ist im selben Land, in dem 95 % der Bevölkerung schon mal ChatGPT geöffnet hat.

Das ist nicht „die Branche ist rückständig". Das ist „die Branche hat noch keinen Use-Case gefunden, der zum Tagesgeschäft passt". ChatGPT als Spielzeug — ja. ChatGPT als Workflow-Komponente die täglich 2 Stunden Bürokram spart — selten.

Wer das jetzt anpackt — mit konkreten Workflows, nicht mit General-AI-Träumen — hat einen Vorsprung. 4 % heute. Bei Adoption-Kurven typischer B2B-Innovationen erwarten wir ~12-15 % in 2027, ~30 % bis 2030. Wer 2026 startet, ist 2030 selbstverständlich.

E-Rechnung: 62 % digital, 38 % Lücke

ZDH Sonderumfrage 2024-2025: 62 % der Handwerksbetriebe nutzen bereits digitalen Rechnungsversand. Das heißt: 38 % nicht.

Mit der ZUGFeRD/X-Rechnung-Verpflichtung für B2B-Empfang seit 2025 ist diese Lücke akut. Ein häufiger Auslöser für unsere Discovery-Calls: „Wir kriegen jetzt E-Rechnungen, aber unser System kann das nicht. Wie machen wir das ohne neue Software?"

Antwort: meist als Workflow zwischen Bestands-Software + einem kleinen Mittel-Skript, das die Rechnung extrahiert und in die bestehende Buchhaltung-Pipeline einspeist. Kein neues System, kein Vertrags-Lock-in. Solche pragmatischen Lösungen sind das, was 72 %-zu-viel-zu-tun-Betriebe akzeptieren können.

Was wir daraus gebaut haben

Wir haben unser Service-Angebot bewusst auf die Bitkom-Stimmungslage zugeschnitten:

  1. Niedrige Eintritts-Hürde. 30–60 Min KI-Audit, Festpreis, mit Roadmap-Output — egal ob du mit uns weiterbaust.
  2. Konkrete Math vor Build. Wir rechnen vor was ein Workflow bringt, bevor du einen Euro für Implementation ausgibst. Wenn die Math nicht aufgeht, sagen wir das.
  3. Performance-based als Option. Nach 30 Tagen Baseline-Messung verfügbar. Du zahlst für Ergebnis, nicht für Workshop-Folien.
  4. Exit-Option in den AGB. Kein Enterprise-Lock-in. Wenn's nicht passt, raus.

Das ist die direkte Antwort auf 72 % „zu viel zu tun" + 23 PP Vertrauensverlust + 4 % KI-Adoption: niedrige Aktivierungs-Energie, ehrliche Math, keine Versprechen.

Anfangen

Wenn du selbst rechnen willst was Bürokram + verlorene Anrufe dich pro Jahr kosten: Bürokram-Audit, 3 Minuten.

Wenn du direkt sprechen willst: Erstgespräch, 30 Min, kostenlos, kein Pitch.

// Häufige Fragen

Wie repräsentativ ist die Bitkom-Handwerksstudie 2025 wirklich?
n=504 Telefon-Interviews (CATI), Fehlerspanne ±4 %, repräsentativ gewichtet via Handwerkszählung Statistisches Bundesamt. Erhebung KW 23-29/2025. Höchste verfügbare Primärquelle für deutsche Handwerks-Digitalisierungs-Daten 2025.
Was hat sich seit 2022 verschoben?
Vor allem die emotionale Bewertung: Digitalisierung als 'existenzsichernd' fiel von 55 % (2022) auf 32 % (2025). Minus 23 Prozentpunkte. Das ist kein Vertrauensverlust in Technologie, sondern Erschöpfung von Versprechen. Pragmatismus statt Hype.
Warum nur 4 % KI-Adoption — Vorteil oder Risiko?
Beides. 4 % bedeutet: wer jetzt startet, hat einen Wettbewerbsvorteil, der noch nicht commoditisiert ist. Gleichzeitig: das Tempo nimmt zu — bei 4 % heute, 12 % 2027, 30 % 2030, ist Trägheit irgendwann teurer als das ursprüngliche Risiko.
Welche Konsequenz hat das für die Service-Modi von boringai?
Wir haben unser Pre-Launch-Angebot bewusst nach der Bitkom-Stimmungslage gebaut: KI-Audit (low-commitment, 30-60 Min, mit Roadmap-Output egal ob Implementation), Performance-based-Optionen nach 30-Tage-Baseline, Exit-Option in den AGB. Pragmatisch, nicht visionär.

// Quellen

  • Bitkom Research, „Handwerk und Digitalisierung 2025", n=504, CATI ±4 %, KW 23-29/2025, repräsentativ gewichtet via Handwerkszählung Statistisches Bundesamt
  • Bitkom Research, „Handwerk und Digitalisierung 2022", als Vergleichs-Baseline
  • ZDH Sonderumfrage E-Rechnung (n=~2.000, 2024-2025) für Validation E-Invoice-Lücke
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Noah Kellner

Founder boringai. · schreibt selbst · keine Ghostwriter